
Spiritueller Impuls:
WERTvoll - am Tiefpunkt Leben neu finden
EINLADUNG
- Wählt zu Beginn dieser spirituellen Vertiefung des Themas der 7. Woche „Am Tiefpunkt Leben neu finden“ ein Zeichen, das zu euch passt (Kerze anzünden, Kreuzzeichen, Moment der Stille, …)
EINSTIMMUNG
Lasst euch einstimmen auf diese gemeinsame Zeit mit dem
Benedictus (by Karl Jenkins), gespielt mit zwei Cellos
BILDBETRACHTUNG

Lasst das Bild auf euch wirken…
- Ausgetrocknete Erde, tot, leer…
- Am Tiefpunkt angekommen…
- zugrunde gehen…
Vermutlich kennt ihr solche Erfahrungen, persönlich, als Paar…
Was war das „Schwerste“ in dieser Zeit und Erfahrung?
Erzählt euch behutsam und vertrauensvoll davon…
SINGEND BETEN
- Lasst euch mitnehmen in die gesungene Bitte um Beistand für alle „Abende und Nächte“ unseres Lebens.
FAST WIE GEBETE
Lest Euch die Zitate in Ruhe durch und lasst sie auf Euch wirken. Welches Wort spricht Euch am meisten an im Sinne einer ersten Hoffnung…?
Eine:r liest das Gedicht langsam vor. Wenn möglich, findet anschließend eigene Wort, um was Ihr bitten wollt…
- Rainer Maria Rilke
„Man muss den Dingen die eigene, stille, ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann.“
(aus den „Briefen an einen jungen Dichter“)
- Dietrich Bonhoeffer
„Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.“
(aus „Widerstand und Ergebung“)
- Nelly Sachs
„Noch feiern Tod und Leben Versöhnung,
noch lehrt die Wunde heilen.“
- Viktor Frankl
„Dem Menschen kann man alles nehmen, nur nicht die letzte der menschlichen Freiheiten:
sich zu den gegebenen Umständen zu verhalten.“
(sinngemäß aus „…trotzdem Ja zum Leben sagen“)
- Psalm 66,12 (Einheitsübersetzung)
„Wir gingen durch Feuer und Wasser;
doch du hast uns herausgeführt ins Weite.“
- Dietrich Bonhoeffer
„Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.“
(Widerstand und Ergebung)
- Alfred Delp
„Es sollen einmal andere besser und glücklicher leben dürfen, weil wir gestorben sind.“
(Gefängnisbriefe)
- Karl Rahner
„Erst wer das Dunkel angenommen hat, weiß, dass das Licht mehr ist als Helligkeit.“
- Jörg Zink
„Gott nimmt uns nicht das Schwere ab, aber er lässt uns nicht daran zerbrechen.“
- Christa Peikert-Flaspöhler
„Gott war nicht die Lösung,
aber die Gegenwart,
die mich gehalten hat.“
- 2 Kor 4,16 (Einheitsübersetzung)
„Darum werden wir nicht müde;
wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird,
der innere wird Tag für Tag erneuert.“
BILDBETRACHTUNG
Am Tiefpunkt neu Leben finden

Lasst das Bild auf euch wirken…
- „Wir können niemals tiefer fallen, als in Gottes Hand…“
- Im Blick auf eure Erfahrungen zum Bild der ausgetrockneten Erde:
Was bewirkt die obige Perspektive, die das zugrunde gehen anders gesehen auch als „zum Grund gehen“ deutet?
ABSCHLUSS
Hört zum Abschluss gemeinsam das folgende Taizelied, singt mit oder lasst es auf euch wirken.
Alles Besprochene möge hier Raum und Segen finden.
Im Dunkel der Nacht entzünde das Feuer, das niemals verlöscht…
Ihr könnt diese Zeit mit einem „Vater unser“ abschließen.
Claudia Leide
Bildquelle: Unsplash
