Spiritueller Impuls: Lebenst(r)äume

Lied: Halte deine Träume fest
interpretiert von Judith Kamphues, Gesang und David Menge, Klavier

Dem Lebenstraum näher kommen

Nehmt euch Zeit. Für euch. Nehmt euch jeden Tag 15 Minuten zum Nachdenken: über Gott, über euch als Paar, über euch selbst. Geht dafür in die Kirche, wenn sie auf eurem Weg liegt. Ihr werdet merken: Die Zeit zum Nachdenken verschafft mehr Klarheit und bringt euch euren Träumen näher.

Vielleicht wollt ihr in der Bibel lesen:

Gelten diese Zeilen aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher auch für eure Lebensträume?

Brüder und Schwestern,
15 Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergilt, sondern bemüht euch immer, einander und allen Gutes zu tun! 16 Freut euch zu jeder Zeit! 17 Betet ohne Unterlass! 18 Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes für euch in Christus Jesus. 19 Löscht den Geist nicht aus! 20 Verachtet prophetisches Reden nicht! 21 Prüft alles und behaltet das Gute! 22 Meidet das Böse in jeder Gestalt!

Grüße und Segenswünsche
23 Er selbst, der Gott des Friedens, heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid bei der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. 24 Gott, der euch beruft, ist treu; er wird es tun. 25 Brüder und Schwestern, betet auch für uns! 26 Grüßt alle Brüder und Schwestern mit dem heiligen Kuss! 27 Ich beschwöre euch beim Herrn, diesen Brief allen Brüdern und Schwestern in der Gemeinde vorzulesen. 28 Die Gnade Jesu Christi, unseres Herrn, sei mit euch!

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift
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Impulsgedanken

Hört man eigentlich irgendwann auf, zu träumen? Oder hört man auf, an seine Träume zu denken? Wenn das bei Euch so ist, dann wäre es jetzt an der Zeit, die „alten“ Träume wieder hervorzukramen. Welchen Traum hattet ihr einmal? Ein Buch schreiben? Ein Haus kaufen? Ein Eiscafé in Rom eröffnen oder Tiere vor dem Aussterben bewahren?

Mit einem „Lebenstraum“ verbindet jede und jeder von uns etwas anderes. Was dann aber allen Träumen gemeinsam ist, ist, dass sie konkret sind. Üblicherweise meinen wir mit unseren Lebensträumen keine vagen Lebensziele wie „glücklich sein“ oder „reich werden“, sondern verknüpfen damit eine konkrete Vision. Wenn wir es schaffen, dass dieser Traum Wirklichkeit wird, dann werden wir großes Glück erfahren.

„Prüft alles und behaltet das Gute!“, so schreibt Paulus in seinem Brief an die Thessalonischer. Dieser Aufruf passt gut zum Anfang der Fastenzeit und kann wie ein Motto mitgenommen werden in die kommenden Wochen. Und wenn Ihr dann immer wieder über eure Träume ins Nachdenken kommt, rücken sie euch wieder näher. Und wer weiß, vielleicht werden sie dann doch noch Realität.

Doch nicht immer lassen sich Träume verwirklichen. Manche Träume bleiben immer Träume. Oft führt das Leben nicht geradeaus zur Verwirklichung der ursprünglichen Träume, sondern findet über Abzweigungen und sich neu eröffnende Möglichkeiten seinen Weg. Und so wird manche als Umweg empfundene Erfahrung zum eigentlichen Glück.

    Dank

    Heute Abend werde ich
    dir bewusster in die Augen schauen
    dich ein bisschen länger halten,
    ein bisschen fester drücken
    und mich bei Gott bedanken,
    dass es dich gibt.

    (Gernot Candolini, Segen: Kraftquelle des Lebens, Claudius Verlag)